Sarstedt hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt! Darauf können wir gemeinsam stolz sein. Gleichzeitig stehen wir vor neuen Aufgaben und Chancen. Ich möchte unsere Stadt auch in Zukunft mit Weitblick, Erfahrung und klarem Blick für das Machbare weiterentwickeln.
Die Themen, die mir für die kommenden Jahre besonders wichtig sind, stelle ich hier vor.
Gleichzeitig weiß ich aus zwölf Jahren als Bürgermeisterin, dass sich Rahmenbedingungen jederzeit verändern können. Unerwartete Ereignisse können schnelle Entscheidungen und den Einsatz aller Kräfte erfordern. Dann gilt es, Verantwortung zu übernehmen, Prioritäten neu zu setzen und dennoch die langfristigen Ziele unserer Stadt nicht aus den Augen zu verlieren. Genau diese Erfahrung möchte ich auch in den kommenden Jahren für Sarstedt einbringen.
Das Projekt Holztorstraße
Seit langem treibt viele Menschen in der Stadt und mich selbst der Zustand der Häuser an der Holztorstraße um. Mit der kwg steht jetzt eine verlässliche Partnerin an der Seite der Stadt. Hier wird ein neues Quartier entstehen, mit viel dringend benötigtem Wohnraum. Wohnraum mit „Ausblick“ auf die Innerste, für den freien Markt und auch für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Ein wichtiger Faktor für das soziale Miteinander!

Das Jugendparlament
Die Beteiligung der Jugendlichen der Stadt ist mir ein großes Anliegen. Die Satzung und die Wahlordnung sind vom Stadtrat beschlossen. Im Januar 2027 wird das erste Sarstedter Jugendparlament gewählt werden. Die Jugendlichen werden außer dem eigenen Parlament, Sitze in allen Fachausschüssen des Stadtrates bekommen und können so direkt mitwirken. Nicht nur über Jugendbeteiligung reden, sondern „machen“!

Infrastruktur
Viele Straßen im Stadtgebiet wurden in den letzten Jahren saniert. Und hoffentlich wird es bald mit der L 410, also dem Nordring und der Voss-Straße losgehen können. Das wird in Anbetracht der Länge der Straße und der vielen verschiedenen Abschnitte mit ihren unterschiedlichen Herausforderungen nicht mal eben erledigt sein. Stück für Stück auf dem Weg zu einer modernen Verkehrsführung, die die Belange von allen, die auf unserer großen Durchgangsstraße unterwegs sind, berücksichtigt.
Straßenbahn und ÖPNV
Sarstedt verfügt über eine hervorragende Anbindung – auf der Straße ebenso wie mit Bahn, Straßenbahn und Bus. Diese gute Erreichbarkeit ist ein großer Standortvorteil für unsere Stadt und für viele Menschen, die täglich zur Arbeit, zur Schule oder in ihrer Freizeit unterwegs sind.
Für mich steht fest: Sarstedt braucht auch in Zukunft seine Straßenbahn. Sie verbindet unsere Stadt zuverlässig mit der Region Hannover, ist klimafreundlich und für viele Bürgerinnen und Bürger ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Alltags.
Seit vielen Jahren wird mit der Region Hannover über die zukünftige Finanzierung dieser Verbindung verhandelt. Klar ist: Der Erhalt der Straßenbahn wird Geld kosten – auch die Stadt Sarstedt wird ihren Beitrag leisten müssen.
Mein Ziel ist es, dass wir auch künftig an das Stadtbahnnetz angebunden bleiben und gleichzeitig eine Finanzierung finden, die für unsere Stadt dauerhaft tragbar ist.

Sicherheit
Die Hochwasserlagen von 2017 und 2023/2024 sind mir in bleibender Erinnerung. Hunderte von Einsatzkräften waren im Stadtgebiet und besonders in Ruthe unterwegs, um schlimme Schäden an Hab‘ und Gut der Bürgerschaft zu sichern. Hier werden für die Ortschaft Ruthe die schon lange geplanten Schutzmaßnahmen realisiert werden.
Außer dem Hochwasserschutz werden wir weitere Vorkehrungen treffen, um die Stadt krisenfest zu machen. Dazu gehört die weitere Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes mit der Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung, wie weitere Neubauten von Feuerwehrhäusern in unseren Ortschaften.
Einstellen müssen wir uns alle auch auf andere Notlagen, wie z.B. längere Stromausfälle. Hier werden wir uns mit allen Hilfsorganisationen vorbereiten und Aufklärungsarbeit für die Bürgerschaft leisten. Ein wichtiger und unabdingbarer Punkt, dass jeder Eigenvorsorge trifft.

Hitzeschutz
Das gilt ebenfalls für Zeiten von großer Hitze, die wir in Zukunft zu erwarten haben. Wir werden uns kümmern! Aufklärung, coole Orte, Schattenplätze, Begrünungsförderung. Auch hier ist Eigenvorsorge wichtig, durch alle, denen dies möglich ist. Da war der Hitzeaktionstag 2026 ein guter Auftakt.

Gewerbestandort
Durch die gute Lage ist unsere Stadt ein nachgefragter Standort für Gewerbebetriebe. Vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum international tätigen Unternehmen: Über 7.000 Arbeitsplätze bieten die Betriebe in den unterschiedlichsten Gewerbezweigen. In den letzten zehn Jahren sind bei uns etwa 1.000 Arbeitsplätze neu entstanden! Das berichtet die Hildesheimer Zeitung am 31. Juli 2026. Und es geht positiv weiter:
Eins unserer größeren Unternehmen hat gerade einen Firmenteil zu uns umgesiedelt. Ein anderes hat dies in Planung. Dadurch entstehen innerhalb kurzer Zeit etwa 300 weitere neue Arbeitsplätze in unserem Stadtgebiet.
Ein deutliches Statement für den Gewerbestandort Sarstedt!
Die Stadt kann im Gewerbepark ein Grundstück erwerben. Hier wird es endlich wieder Möglichkeiten geben, für Umsiedlungen innerhalb des Stadtgebietes oder auch für Neuansiedlungen. Eine gute Möglichkeit für unseren Standort uns weiter zu stärken.
Mit der Hi-Reg der Wirtschaftsfördergesellschaft im Landkreis Hildesheim findet eine enge Zusammenarbeit statt. Hier gibt es gute Unterstützung für unsere Betriebe im Hinblick auf Beratung und insbesondere auch Fördermöglichkeiten. Da sind wir im Landkreis Hildesheim wirklich gut aufgestellt.

Berufsmesse
Die Kontaktpflege zu den Unternehmen ist mir ein wichtiges Anliegen und auch deren Unterstützung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Berufsmesse, die in 2026 zum zweiten Mal durch die Stadt auf die Beine gestellt wurde. Ca. 25 Sarstedter Betriebe haben sich hier den potentiellen Auszubildenden vorgestellt und hatten eine gute Möglichkeit für sich zu werben. „Let’s work togehter“!

Klima und Umwelt
Mit Schülerinnen und Schülern und der Stiftung „Zukunft Wald“ werden wir einen Schulwald anlegen. Unter dem Motto „Pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“. Auf einer Fläche am Friedhof werden Obstbäume gepflanzt werden, mit vielfachem Nutzen, bis hin zum Pflücken des Obstes durch die Bürgerschaft.
Schottergärten sind mir ein „Dorn im Auge“, hier werden wir weiter aufklären und deutlich machen, wie jeder Grundstücksbesitzer zur Begrünung der Stadt beitragen kann. Und dabei auch unser Begrünungsprogramm gerne nutzen. Wir werden auch weiterhin Zuschüsse gewähren für private Maßnahmen in Gärten und auf Dächern.
Der Ausbau der Lademöglichkeiten für E-Autos gehört ebenso dazu. Aus eigener Erfahrung mit meinem E-Auto weiß ich, wie wichtig möglichst viele Ladepunkte im Stadtgebiet sind.

Soziales
Bezahlbare Mieten, eine Aufgabe, die bei den hohen Baukosten kaum zu lösen ist. Da steht die enge Zusammenarbeit mit der kwg auch in Zukunft „ganz vorne“. Hier geht es nicht um den Profit eines Unternehmens, sondern um sichere und sozial verantwortliche Wohnraumversorgung für die Region und für unsere Stadt. Hierfür steht auch der Bauverein Sarstedt. Als Kommune können und sollten wir auch in Zukunft den Sozialen Wohnungsbau unterstützen.
Der demographische Wandel betrifft auch unsere Stadt. Die Menschen werden älter und Bedürfnisse wandeln sich. Beim Wohnen, in der Freizeit, in Gesundheitsfragen und auch der weiteren Teilhabe am Leben in der Stadt und den Ortsteilen. Gute Stätten für Begegnung zu erhalten, Projekte für Betreutes Wohnen zu unterstützen, Beratungen für alle Lebenslagen, das sind mir wichtige Themen, denen ich mich auch in Zukunft annehmen werde.
Dazu gehört selbstverständlich auch die weitere Unterstützung des „Guten Hirten“ mit der Lebensmittelausgabe, das Familienzentrum mit dem Netzwerk für Jung und Alt. Die vielen Beratungsangebote und auch gute Busanbindungen innerhalb des gesamten Stadtgebietes.

Leader Region „Zucker & Salz“
Giesen, Nordstemmen und Sarstedt wollen gemeinsam die Leader-Region „Zucker & Salz“ werden. LEADER ist ein Förderinstrument für die Regionalentwicklung in ländlichen Räumen, unterstützt aus EU-Mitteln.
Vorbehaltlich des neuen EU-Programms werden sich hier Möglichkeiten auftun, unsere Region gemeinsam zu entwickeln. Zum Beispiel zu den Themen Wandern, Radfahren, aber auch Möglichkeiten zur Förderung konkreter Projekte der Vereine. Hier wird es breit aufgestellte öffentliche Beteiligung der Bürgerschaft und der lokalen Akteure geben.

Sport und Freizeit
Das Engagement unserer Sportvereine ist vorbildlich! Kaum eine Sportart, die man bei uns nicht ausüben kann.
Und auch die städtische Unterstützung unserer Sportvereine ist – so sagt z.B. der Kreissportbund – vorbildlich und kann sich weit und breit sehen lassen. Sie wird selbstverständlich fortgesetzt werden. Mit der neuen Sporthalle an unserer neuen Grundschule wird sich die Nachfrage nach Trainingszeiten endlich entspannen! Genauso stehe ich uneingeschränkt für unser Innerstebad, als wichtigem Ort für Schwimmen (lernen), Freizeit und vor allem Gesundheit.
Einen neuen Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen und eine neue Skateboardanlage zu bauen, dafür liegen die Pläne schon „in der Schublade“. Die will ich – möglichst mit Fördermitteln -realisieren. (Das Foto ist mit KI erstellt!)

Die Kultur kommt immer zuletzt …
Oh nein, bei uns in Sarstedt sicher nicht! Dafür steht zum Beispiel unsere Stadtbücherei mit ihrem großen Angebot an Literatur – analog wie auch online – den vielen Lesungen, Veranstaltungen bis hin zum jährlichen „Julius-Club“.
Und: Unser Veranstaltungskalender ist prall gefüllt! Kaum ein Wochenende, an dem „nix“ los ist in Sarstedt. Auch das ist dem ehrenamtlichen Engagement unserer Vereine und Organisationen zu verdanken. Niemandem muss langweilig sein in unserer Stadt. Die Unterstützung bei allen Aktivitäten ist mir eine Herzenssache und das wird auch in Zukunft so sein.
